Jan Wenn man mit einem Hobby wie das Stricken oder Häkeln beginnt, geht es in einer ersten Phase darum, Techniken zu erlernen, zu beherrschen und zu verstehen und sich somit Herausforderungen zu stellen. Die Entdeckung an sich macht Spaß, und nach dem Motto “Mal gucken, wie es geht und ob ich das schaffe” beschäftigt man sich, solange alles neu und aufregend ist, schon mal mit Projekten, die man sonst nicht in Angriff nehmen würde.
Bei mir waren es zum Beispiel Lace-Arbeiten, Zierdeckchen und Dekogegenstände, die ich als Kind und Jugendliche im Überfluss und in allen Varianten gestrickt und gehäkelt habe. Ist diese erste Entdeckungsphase aber vorbei und hat man sich selbst bewiesen, dass man bestimmte Dinge kann, werden sie uninteressant – und sind einem mitunter rückblickend, so geht es mir zumindest, vielleicht sogar eher peinlich. Ich bin neugierig: Was habt Ihr so in Eurer “Anfängerphase” gestrickt oder gehäkelt, was Ihr heute auf gar keinen Fall mehr machen würdet?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!
Liebe Martine,
da ich erst vor ca. sechs Jahren mit dem Stricken begonnen habe, ist das gar nicht so lange her. Ich behaupte auch noch immer gerne, dass ich mich in der “Anfängerphase” befinde. In den ersten Monaten strickte ich den ein oder anderen Schal, um aber anschließend direkt mit Socken zu beginnen. Dies war der Grund warum ich das Stricken lernte. Und auch heute noch stricke ich zu 95 Prozent Socken.
Gerne jetzt auch mit einem tollen Muster.
Ich würde heute nicht mehr so viel selbstmusternde Wolle kaufen, sondern Sockenwolle in uni, um dann schönere Muster stricken zu können. Auch habe ich gerlernt, wie wichtig hochwertige Wolle ist.
An Strickstücken, die ich mit “billiger” Wolle gestrickt habe, hat man leider nicht lange Freude.
Liebe Grüße Jules, die Strickoholikerin